Mit ihrem Debütalbum „Í Ævir“ präsentiert die färöische Musikerin Elinborg eine Klangwelt, die zwischen elektronischen Soundscapes und folkloristischen Wurzeln schwebt. Ihre Musik ist geprägt von der wilden Natur der Färöer, von familiären Einflüssen und von einer tiefen Suche nach Identität und Verbindung. Schon mit früheren Songs wie „Brimið“, das in der Netflix-Serie Ragnarök zu hören war, hat Elinborg internationale Aufmerksamkeit erlangt. Doch mit „Í Ævir“ öffnet sie nun ein ganz eigenes Universum, durch Erinnerungen, Emotionen und Landschaften, die ebenso persönlich wie universell wirken.
Im Interview erzählt Elinborg von den kreativen Prozessen hinter dem Album, von der Bedeutung ihrer Heimat und ihrer Familie, und davon, wie Sprache, Stimme und Bilder ihre Musik zu einem Gesamterlebnis machen.
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- Du beschreibst „Í Ævir“ als „mehr als nur eine Sammlung von Songs – eine Erkundung von Identität und Verbindung.“ Welche Erfahrungen oder Gedanken haben diesen kreativen Prozess am meisten geprägt, und wie spiegeln sie sich im Album wider?
Das Schreiben dieses Albums war eine wunderschöne Reise. Ich befand mich in einer sehr neugierigen, suchenden Phase meines Lebens, in der ich mich als Künstlerin weiterentwickeln und wachsen wollte. Ich habe mich bewusst dazu gedrängt, Entscheidungen zu treffen, die ich normalerweise nicht getroffen hätte – und genau das ist ein großer Teil davon, wie „Í Ævir“ entstanden ist. Das Album handelt im Kern vom persönlichen Wachstum – davon, sich sowohl den schönen als auch den schwierigen Seiten des Lebens zu stellen und diese Erfahrungen einen formen zu lassen. Jeder Song spiegelt ein Stück dieses Prozesses wider und erkundet verschiedene Facetten von Identität, Verletzlichkeit und Verbindung.
- Dein Album verbindet elektronische Klanglandschaften mit folkloristischen Elementen. Welche Bilder oder Gefühle hattest du im Kopf, als du diese beiden Welten zusammengebracht hast?
Ich war schon immer tief inspiriert von der wilden, wunderschönen Natur der Färöer – sie ist unberechenbar und tief, und ich versuche, dieses Gefühl sowohl in meine Texte als auch in meine Produktionen einzuweben. Gleichzeitig verspüre ich ein starkes Bedürfnis, mit unserer Kultur verbunden zu bleiben, besonders mit dem gemeinschaftlichen Gesang und dem Gefühl von Zusammengehörigkeit, das er erzeugt. Wenn ich elektronische Klanglandschaften mit folkloristischen Elementen verbinde, versuche ich, diese beiden Energien nebeneinander existieren zu lassen – das Gefühl von weiter, offener Natur und die intime, geteilte Erfahrung von Stimmen, die zusammenkommen.
- In „Blóð“ beschreibst du Naturkräfte wie Klippen und Felsen als Spiegel von Emotionen. Welche Rolle spielt die Landschaft deiner Heimat beim Schreiben solcher Texte? Gibt es einen bestimmten Ort auf den Färöern, der sich für dich wie ein musikalischer Anker anfühlt?
Syðrugøta wird für mich immer Heimat sein. Dort bin ich aufgewachsen, und es ist ein riesiger Teil dessen, wer ich bin – sowohl als Mensch als auch als Künstlerin. Obwohl es ein sehr kleines Dorf ist, fühlt es sich in seiner Atmosphäre und Inspiration groß an. Man ist von Bergen und dem Ozean umgeben, und die Landschaft ist so eindrucksvoll – ruhig, dramatisch und zugleich ein wenig wild. Wann immer ich zurückkehre, habe ich das Gefühl, wieder etwas sehr Wesentliches in mir selbst zu berühren. Es gibt mir ein Gefühl von Erdung und Frieden und inspiriert immer neue Ideen. Syðrugøta ist einer meiner stärksten kreativen Anker und ein Ort, den ich immer bei mir tragen werde.
- „Blóð“ wurde auch als englische Version „Blood“ veröffentlicht. Was verändert sich für dich, wenn deine Musik eine andere Sprache trägt?
Ich wollte erkunden, wie sich mein Sound verändert, wenn ich die Sprache wechsle. Auf Färöisch zu singen, fühlt sich sehr instinktiv und heimatnah an, während Englisch für mich einen etwas anderen emotionalen Raum öffnet. Bestimmte Wörter, Rhythmen und Melodien wirken anders, und das kann beeinflussen, wie ich etwas formuliere oder ein Gefühl ausdrücke. Bei „Blóð“ und „Blood“ fand ich es spannend zu sehen, wie derselbe Song in jeder Sprache eine leicht unterschiedliche Farbe tragen kann, auch wenn die Kernemotion gleichbleibt. Dennoch ist das Schreiben in meiner Muttersprache unglaublich erfüllend, und ich betrachte es als eine meiner Stärken. Es ist etwas Magisches daran, wie Hörer die Songs auf ihre eigene Weise interpretieren können – persönliche Bilder und Emotionen formen, selbst wenn sie die Worte nicht verstehen. Diese Verbindung möchte ich unbedingt bewahren.
- In „Kærleikin“ stellst du Liebe als etwas Magisches dar, das die Wahrnehmung der Welt verwandelt – fast wie ein Zauber, der Hoffnung und Freude weckt. Welche Rolle spielt dieses Motiv von Liebe und Transformation in deiner Musik?
Ich glaube, Liebe ist wirklich magisch und kann auf so viele verschiedene Arten ausgedrückt werden – sowohl hell als auch dunkel. Für mich ist eine der stärksten Erfahrungen, Liebe und Geborgenheit in einem anderen Menschen zu finden. In „Kærleikin“ wollte ich genau dieses Gefühl einfangen – das Gefühl von Sicherheit, wenn man in den Armen eines Menschen liegt und die Welt für einen Moment weicher und weniger beängstigend wirkt. Für mich hat Liebe diese stille Kraft, Wärme, Hoffnung und Farbe ins Leben zu bringen, und genau das wollte ich in diesem Song ausdrücken.
- In „Til Myrkurs“ und „Frá morgni“ wirkt es fast so, als würdest du Beschwörungen in die Nacht senden – wie Wellen, die dich tragen, oder wie ein entstehender Zauber. Ist diese spirituelle, fast rituelle Dimension ein bewusster Teil deiner Musik?
Ich war schon immer sehr von der Stimme angezogen. Ich empfinde sie als eines der kraftvollsten Instrumente, die wir haben, und beim Schreiben dieses Albums wollte ich wirklich erforschen, wie weit ich die Stimme als Instrument einsetzen kann. Bei „Til Myrkurs“ und „Frá morgni“ waren viele Emotionen im Spiel, und obwohl es keine Texte gibt, wollte ich dennoch etwas sehr Starkes und fast Unwirkliches ausdrücken – eine Art innere Landschaft oder Universum. Die Gesangslinien wurden zu einer Art Ruf oder Beschwörung, auch wenn es nicht bewusst als „spirituell“ geplant war. Gleichzeitig sollten diese Stücke den Ton für das Album setzen und den Hörer sanft hineinführen – fast wie eine zarte Umarmung für die Ohren, bevor die eigentliche Reise beginnt.
- Du hast „Blóð“ und „Vatnsins verur“ als Musikvideos visualisiert. Warum hast du gerade diese Songs in Bilder übersetzt – und welche Bedeutung hat die visuelle Dimension für deine Musik?
Es fällt mir immer sehr schwer zu entscheiden, welche Songs zuerst veröffentlicht werden und welche ein visuelles Pendant bekommen sollen. Aber „Blóð“ und „Vatnsins verur“ haben sich immer wieder hervorgehoben – ich hatte bereits starke Bilder im Kopf, wie sie aussehen könnten. Die visuelle Seite ist mir wichtig, weil sie die Musik noch kraftvoller wirken lassen kann. Ich liebe es, wenn Klang und Bild zusammenkommen und eine größere Geschichte erzählen. In „Blóð“ verfolgt das Video eine stille, rastlose Suche nach etwas, das immer ein wenig unerreichbar scheint. In „Vatnsins verur“ verwandelt sich diese Suche in eine Wiedergeburt – wie ein Meereswesen, das vom Meeresboden auftaucht, verwandelt und bereit, neu zu beginnen. Für mich sind diese Videos verschiedene Szenen aus demselben Universum. Ich wollte, dass alles miteinander verbunden wirkt – dass die Bilder eine Erweiterung der Musik sind und nicht etwas Getrenntes.
- Lass uns zurück ins Jahr 2018 gehen: Dein Song „Brimið“ wurde in der Netflix-Serie Ragnarök (Staffel 2, Episode 4) verwendet. Wie hast du diesen Moment erlebt – was bedeutete es dir, dass deine Musik für eine Serie ausgewählt wurde, die so viele Menschen berührt?
Es fühlte sich wirklich wie ein wahr gewordener Traum an. Ich habe schon immer davon geträumt, dass meine Musik in Filmen und Serien vorkommt, und „Brimið“ in Ragnarök zu sehen, war ein ganz besonderer Moment für mich – die Serie selbst passte einfach perfekt zur Atmosphäre des Songs. Es hat meine Musik definitiv zu viel mehr Hörerinnen und Hörern gebracht, wofür ich sehr dankbar bin.
- Viele Hörer kennen bereits deine Schwester Eivør. Wie prägt diese familiäre Verbindung deine eigene künstlerische Stimme – eher als Inspiration oder als Kontrast? Und gibt es Momente, in denen ihr euch gegenseitig Feedback gebt oder sogar musikalisch zusammenarbeitet?
Wir sind beide in einem sehr musikalischen Zuhause aufgewachsen – unsere Eltern haben immer gesungen, Gedichte geschrieben und Musik gemacht, sodass es sich seit unserer Kindheit ganz natürlich anfühlt, Songs und Texte zu erschaffen. Das ist unser gemeinsames Fundament, aber mit der Zeit haben wir beide unseren eigenen Klang und Ausdruck entwickelt. Eivør und ich verstehen uns instinktiv, sowohl im Leben als auch in der Musik, und wir teilen oft Ideen und geben uns ehrliches Feedback. Diese Art von Unterstützung und gegenseitiger Inspiration ist ein seltenes Geschenk.
- Mich interessiert, was deine persönliche Reise, von der deiner Schwester unterscheidet – und wo sich eure Wege kreuzen. Ich verfolge beide musikalischen Reisen sehr bewusst und intensiv, und deshalb würde ich gerne hören, wie du selbst diese Gemeinsamkeiten und Unterschiede beschreibst.
Ich habe das Gefühl, dass meine Schwester und ich aus denselben Wurzeln wachsen, aber in unterschiedliche Richtungen. Wir stammen aus demselben musikalischen Zuhause und derselben Landschaft, daher wird es immer eine natürliche Verbindung in unserem Ausdruck geben. Unsere Wege kreuzen sich darin, dass wir uns gegenseitig unterstützen und verstehen. Für mich fühlt es sich eher so an, als wären wir zwei verschiedene Stimmen, die aus demselben Universum herauswachsen.
- Mit „Í Ævir“ hast du ein herausragendes Debüt geschaffen. Deine Musik wirkt wie eine Reise durch Zeit, Erinnerung und Natur. Wenn du dir „Í Ævir“ als ein Tor vorstellst – wohin soll es deine Hörer führen?
Für mich geht es darum, einen Raum zu öffnen, in dem die Musik dich an einen unerwarteten Ort tragen kann und eine kleine Spur hinterlässt, wenn du zurückkehrst. Die Verwendung des Färöischen in den Songs lässt die Worte offen und vielschichtig wirken und gibt jedem Hörer die Möglichkeit, seine eigenen Geschichten und Bedeutungen zu erschaffen. Ich hoffe, dass jeder Song auf seine eigene Weise persönlich sein kann – ein Tor, durch das Menschen durch ihre eigenen Erinnerungen, Emotionen und ihre Vorstellungskraft wandern können.
***Herzlichen Dank für diese tolle Interview!
Wertvolle Links:
- Homepage: https://www.elinborgmusic.com/
- Instagram: https://www.instagram.com/elinborgmusic/?hl=da
Foto: Sigríður Ella Frímannsdóttir
-Originalinterview in Englisch-
- You describe Í Ævir as “more than just a collection of songs – an exploration of identity and connection.” Which experiences or thoughts shaped this creative process the most, and how are they reflected in the album?
Writing this album was such a beautiful journey. I was in a very curious, searching phase of my life, wanting to evolve and grow as an artist. I pushed myself to make choices I normally wouldn’t, and that’s a big part of how ‚Í Ævir‘ came to life. The album is really about growing as a person — allowing yourself to go through both the good and the difficult parts of life and letting those experiences shape you. Each song reflects a piece of that process, exploring different sides of identity, vulnerability, and connection.
- Your album blends electronic soundscapes with folkloristic elements. What images or feelings did you have in mind when bringing these two worlds together?
I’ve always been deeply inspired by the wild, beautiful nature of the Faroe Islands – it’s unpredictable and deep, and I try to weave that feeling into both my lyrics and my productions. At the same time, I feel a strong need to stay connected to our culture, especially the communal singing and the feeling of togetherness it creates. When I blend electronic soundscapes with these folkloristic elements, I’m trying to let those two energies live side by side — the sense of vast, open nature and the intimate, shared experience of voices coming together.
- In Blóð you describe natural forces like cliffs and rocks as mirrors of emotions. What role does the landscape of your homeland play when writing such lyrics? Is there a specific place in the Faroe Islands that feels like a musical anchor for you?
Syðrugøta will always be home to me. It’s where I grew up, and it’s a huge part of who I am, both as a person and as an artist. Even though it’s a very small village, it feels big in terms of atmosphere and inspiration. You’re surrounded by mountains and the ocean, and the landscape is so striking — calm, dramatic, and a little wild all at once. Whenever I return, I feel like I’m tuning back into something very essential in myself. It gives me a sense of grounding and peace, and it always sparks new ideas. Syðrugøta is one of my strongest creative anchors and a place I’ll always carry with me.
- Blóð was also released as the English version Blood. What changes for you when your music carries another language?
I wanted to explore how my sound might change when I switch languages. Singing in Faroese feels very instinctive and close to home, while English opens up a slightly different emotional space for me. Certain words, rhythms, and melodies land differently, and that can change the way I phrase things or how I express a feeling. With Blóð and Blood, I think it was interesting to see how the same song could carry a slightly different color in each language, even though the core emotion stays the same. That said, weriting in my native language is incredibly rewarding, and I consider it one of my strengths. There’s something magical about how listeners can interpret the songs in their own way, forming personal images and emotions even if they don’t understand the words—a connection I deeply want to hold onto.
- In Kærleikin you portray love as something magical that transforms the perception of the world – almost like a spell that awakens hope and joy. What role does this motif of love and transformation play in your music?
I think love is truly magical, and it can be expressed in so many different ways—both light and dark. For me, one of the most powerful experiences is finding love and safety in another human being. In Kærleikin, I wanted to capture that feeling—the sense of security when you’re wrapped up in someone’s arms, and, just for a moment, the world feels softer and less frightening. For me, love has this quiet power to bring warmth, hope, and color into life, and that’s what I aimed to express in this song.
- In Til Myrkurs and Frá morgni it almost feels as if you are sending invocations into the night – like waves that carry you, or like an emerging spell. Is this spiritual, almost ritual dimension a conscious part of your music?
I’ve always been very drawn to the voice. I feel like it’s one of the most powerful instruments we have, and while writing this album I really wanted to explore how far I could use the vocal as an instrument in itself. With Til Myrkurs and Frá morgni, there were a lot of emotions involved, and even though there aren’t any lyrics, I still wanted to express something very strong and almost otherworldly – a kind of inner landscape or universe. The vocal lines became like a kind of calling or invocation, even if it wasn’t something I planned in a very conscious “spiritual” way. I also wanted these tracks to set the tone for the album and gently guide the listener into it – almost like giving their ears a soft hug before the rest of the journey begins.
- You chose Blóð and Vatnsins verur to be visualized as music videos. What made you decide to translate these particular songs into images – and what significance does the visual dimension have for your music?
I always find it really hard to decide which songs to release first, and which ones should get visuals. But Blóð and Vatnsins verur kept standing out to me – I already had strong images in my head of how they could look. The visual side is important to me because it can make the music feel even more powerful. I love when sound and image connect and tell one bigger story together. In Blóð, the video traces a quiet, restless search for something that always seems slightly out of reach. In Vatnsins verur, that search turns into a rebirth – like a sea creature emerging from the ocean floor, changed and ready to begin again. For me, these videos are different scenes from the same universe. I wanted everything to feel connected, like the visuals are an extension of the music rather than something separate.
- Let’s go back to 2018: your song Brimið was featured in the Netflix series Ragnarök (Season 2, Episode 4). How did you experience that moment – what did it mean to you when your music was chosen for a series that touches so many people?
It really felt like a dream come true. I’ve always dreamed of having my music included in films and series, so seeing Brimið in Ragnarök was a very special moment for me – and the show itself felt like such a good match for the atmosphere of the song. It definitely brought my music to a lot more listeners, which I’m very grateful for.
- Many listeners already know your sister Eivør. How does your family connection shape your own artistic voice – more as inspiration or as contrast? And are there moments when you give each other feedback or even collaborate musically?
We both grew up in a very musical home – our parents were always singing, writing poems and playing music, so creating songs and lyrics has felt natural since we were kids. That’s the foundation we share, but over time we’ve each grown into our own sound and expression. Eivør and I understand each other instinctively, both in life and music, and we often share ideas and give honest feedback. Having that kind of support and mutual inspiration is a rare gift.
- I’m curious about what distinguishes your personal journey from that of your sister – and where your paths intersect. I follow both of your musical journeys very consciously and intensely, and that’s why I’d love to hear how you yourself describe these similarities and differences.
I feel like me and my sister grow from the same roots, but in different directions. We come from the same musical home and the same landscape, so there will always be a natural connection in our expression. Our paths intersect in the way we support and understand each other. For me it feels more like we’re two different voices growing out of the same universe.
- With Í Ævir you have created an outstanding debut. Your music feels like a journey through time, memory, and nature. If you imagine Í Ævir as a gateway – where do you want it to lead your listeners?
For me, it’s about opening a space where the music can carry you somewhere you didn’t expect and leave a little trace when you come back. Using Faroese in the songs allows the words to feel open and textured, giving each listener room to create their own stories and meanings. I hope each song can be personal in its own way, a gateway where people can wander through their own memories, emotions, and imagination.
*** Thank you so much for the wonderful interview.

