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Camila Cabello – Romance
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Camila Cabello – Romance

Camila Cabello hat die Liebe für sich entdeckt und packt ihre Erforschung der Lust auf ein knapp 47-minütiges Album namens „Romance“ . Dies ist ihr zweites Album. Diesmal unter dem Zeichen von Liebe, Sex und Zärtlichkeit – drei Schlagworte, die wir aus der BRAVO kennen. Und um mehr handelt es sich auf „Romance“ auch nicht. Wer Lust verspürt es bei diesem Album knistern zu lassen, weil das Album zur Schamlosigkeit anregt, wird jedoch nicht zum Höhepunkt kommen.

Über 36 Produzenten waren nötig, um diese frivole Umnachtung zu produzieren. Zumal sich Cabello als Singer/-Songwriterin ausgibt, was völlig absurd ist. Ausschließlich der letzte Song des Albums „First Man“ wäre für den Titel des Singer/-Songwriter Titels durchaus gerecht. Textlich gesehen jedoch naiv, denn das Märchen von „Er ist der Richtige“ und „Papa, er wird mich nie und nimmer verletzten“ ist für Neuliebende wünschenswert. Jedoch bleibt es auch dabei.

Die spezifische Tiefgründigkeit, die ein Album mit sich tragen sollte, ist von einer jungen Dame, die gerade mal die mündige Volljährigkeit erreicht hat und Überproduziert wird, nicht zu erwarten. Die Message bleibt hierbei aus. Da haben andere Sängerinnen ihrer Generation mehr drauf. Zumal es schade ist, dass über 30 Produzenten die smarte Cabello in einen goldenen Käfig pressen, welcher nur von dem Geldschema „Sex Sells“ betrieben wird. Aber, wir freuen uns mit ihr, dass sie sich vaginal sehr wohlfühlt und sich im Rosafarbenen kurzem Nachthemdchen vor laufender Kamera streichelnd und tanzend präsentiert.

Tanzbar sind gerade einmal drei „Romance“ Songs, wie der „Señorita“-Hit im Duett mit ihrer ersten Liebe Shawn Mendes, sowie der laszive „Living Proof“ Akt und als Partyeröffnung eignet sich der Opener „Shameless“. Mit diesem Song kann eine schamlose Partynacht beginnen. Die restlichen Songs sind verzerrt, zuckend, ohne Linie und gähnend langweilig.

Ihre wunderbare Stimme, und die hat sie gewiss, wurde mit einem Vocoder zersplittert. Ihre Stimme sowie der Beat siechen dahin. Es fehlt schlichtweg an Bums unterm Arsch, weil der Sound nicht aus dem Arsch kommt! Da nützt auch keine Stimmgewalt der Camila Cabello etwas, um dieses Konzept aufzuwerten, da ja ihre Stimme auch noch verzerrt wird. Ein bisschen stimmliche Reinheit sollte auch hier nicht fehlen, wenn es die Produzenten glänzend verpfuschen.

Es ist um diese Schönheit mit kubanischen Wurzeln sehr bedauerlich, die bestimmt mehr kann als eine gecastete Ex-Girlgroup Eintagsfliege zu sein, die aufgrund des gewissen Etwas herausstach und nun von der Musikindustrie stupide vermarktet wird. Zumal sie ein wahrhafter Diamant des Pop werden und andere Stars ihrer Generation den Rang ablaufen könnte.

Von daher bietet diese Album langfristig gesehen kein Kontingent auf das Prädikat: Wertvoll! Das nächste Album ist vorhersehbar, denn auf Liebe folgt Leid.

Ihre eigene und nicht vorgegebene Findung wird sich hoffentlich in den Jahren im harten Business zeigen, aber gegenwärtig ist sie ist noch frisch, mutig und „halbwegs“ unverdorben.

Fazit: Schade – Zu abgedroschen! Zu viele Köche verderben den Brei.

Mit diesem Album tat ich mich sehr schwer. Deshalb lag es auch eine lange Weile bei mir herum.

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