Zwischen Sehnsucht, Schwarzglitzer, Kaffee & Kuchen, Suicide Disco und dem Entenfang.
Beim Stella Nomine entsteht seit sechs Jahren am Torgauer Entenfang ein Ort, an dem die Dunkelheit ihre schönste Gestalt annimmt. Ein Ort voller Begegnungen, tanzender Schatten und musikalischer Hingabe. Unter der Leitung von Thomas Richter hat sich das Stella Nomine längst zu einer Institution entwickelt, die weit mehr ist als eine Ansammlung von Konzerten. Er holte eine One-Man-Band aus dem Camp auf die Bühne, schenkte den Feuerträumern ihr Lichtfeld, gab einem Videokünstler seine Leinwand und ließ sogar ein Cello mitten zwischen den Besuchenden erklingen.
Vom 20.08. bis 22.08.2026 schlug das schwarze Herz erneut im Takt von Dark Wave, Post-Punk, Prog-Rock, EBM und Synth-Klängen. Doch auch die Stimmen der Frauen prägten diese drei wundervollen Tage der Alltagsflucht. Mal flatternd, mal schwebend, verletzlich, geheimnisvoll, verführerisch oder ungezähmt führten sie das Publikum durch Sehnsucht, Schmerz, Ekstase und Erlösung.
Das Stella Nomine ist ein Flug mit dem schwärzesten aller Sterne – und zugleich ein familiäres Zuhause für jene, die sich lieber im Zwielicht verlieren als im grellen Schein der Welt. Hier wird aus einem Festival eine Familie auf Zeit.
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OH MADONNA (D)
OH MADONNA gehen gemeinsam in den Abgrund – und erschaffen dabei Klanglandschaften voller Sehnsucht und bittersüßer Erinnerungen. Nana del Gray und GEISTHA bildeten mit ihrer Performance einen faszinierenden Kontrast zur natürlichen Kulisse des Stella Nomine und schienen zugleich vollkommen mit ihr zu verschmelzen. Nostalgische Bässe zelebrierten die Liebe zum Schmerz.
Besonders beeindruckend war die intensive Präsenz des Duos. Ihr unerbittlicher Ausdruck, die dunkle Eleganz ihres Sounds und dieser herrlich verruchte Synthie-Charme erzeugten eine unmittelbare Sogwirkung. Nana del Gray erinnerte dabei an eine dunkle Synth-Pop-Betty-Boop in Leder – stilvoll, selbstbewusst und mit Blicken ausgestattet, die uns dahinschmelzen ließen.
Kaum zu glauben, dass es sich erst um ihre vierte Show überhaupt handelte. Beide wirkten bemerkenswert eingespielt und verloren sich vollkommen in ihrer Musik. Immer wieder suchten sie den Kontakt zum Publikum, flirteten charmant auf Englisch und gegen Ende sogar auf Französisch. Gerade diese Momente verliehen dem Auftritt eine besondere Intimität.
OH MADONNA – You got me under your spell!
Am Ende hüpfte noch ein Tape in meine Sarg-Tasche. Zum Glück besitze ich noch einen Kassettenrekorder, denn meine Tape-Sammlung wächst stetig weiter.
BLACK NAIL CABARET (HUN)
Ein Schattenreich aus Glamour, Theatralik und elektronischer Melancholie. Hier tropft schwarzes Wachs in die Grauzonen des Herzens – zu unerfüllten Sehnsüchten, privaten Religionen und der Kunst, in den eigenen Schatten nicht nur Trost, sondern auch Schönheit zu finden.
Emese Arvai-Illes besitzt jene seltene Bühnenpräsenz, die man nicht lernen kann. Jede Geste sitzt, jeder Blick trifft die Augenhöhlen. Gemeinsam mit Krisztian Arvai erschafft sie einen Dark Pop, der gleichzeitig verführerisch und gefährlich wirkt.
Zwischen kunstvollen Kostümen, dramatischen Inszenierungen und hypnotischen Songs verschwimmen die Grenzen zwischen Konzert, Theaterstück und dunklem Ritual. Black Nail Cabaret gehören längst zu den schillerndsten Erscheinungen der europäischen Szene – und bestätigten auf dem Stella Nomine bereits zum zweiten Mal in Folge eindrucksvoll diesen Ruf.
ALLES SCHWARZ (D)
Was geschieht, wenn bekannte Stimmen ihre Komfortzonen verlassen und vertraute Songs vollkommen neu denken? Die Antwort lautet: ALLES SCHWARZ.
Mit Luci van Org und Mariska von Waldstetten vereint das Projekt gemeinsam mit Oswald Henke (GOETHES ERBEN), Tobias Siebert (KLEZ.E; AND THE GOLDEN CHOIR) und Victor Hildebrand (UNFARBEN; LUCINA SOTEIRA) mehrere prägende Stimmen der deutschen Szene. Als fünfköpfiges Kreativkollektiv arrangieren sie Songs aus dem Werk ihrer jeweiligen Hauptprojekte neu und betten sie in ein ungewohntes, eigenständiges Klangbild ein.
Es gibt keine Bandleaderin und keinen Bandleader. Stattdessen wechseln fünf gleichberechtigt singende Menschen zwischen Mikrofon, Bass, Schlagwerk, Gitarren und Keyboards, verlassen bewusst ihre Komfortzonen und wagen Neues. Vertraute Stücke erscheinen dadurch in einem völlig anderen Licht und fordern die Hörgewohnheiten des Publikums heraus.
ALLES SCHWARZ lebt von Interpretation und Experiment. Vielleicht war es genau diese konsequente Andersartigkeit, die mich an diesem Abend auf Distanz hielt. Die künstlerische Idee hinter dem Projekt war klar erkennbar, emotional erreichte mich die Darbietung allerdings nicht in dem Maße wie andere Auftritte des Festivals.
Im Publikum wurde dies jedoch deutlich anders aufgenommen. Während ich eher Beobachterin als Mitreisende blieb, teilte meine Bea eine völlig andere Wahrnehmung:
„Die Zusammenstellung der Künstler war überraschend und spannend zugleich. Luci van Org und Oswald Henke sind seit Jahren ein eingespieltes Team auf der Bühne. Perfekt zu Lucis Gitarrensound passte Tobias Siebert von KLEZ.E. Die beiden harmonierten musikalisch hervorragend miteinander. Besonders überrascht haben mich Tobias‘ Stimme und seine Songs. Mariska von Waldstetten dominierte den Abend mit ihrer dunklen, düsteren Stimme. Im Duett mit Luci übertönte sie diese stellenweise sogar. Oswald ließ seine treue Fangemeinde bei „Vermisster Traum“ in Erinnerungen schwelgen und lautstark mitsingen. Lucis „Temple“ vom aktuellen Album war wiederum ein gelungener Opener für ihren Soloauftritt.
Alles in allem ist ALLES SCHWARZ eine Komposition, auf die sich die treuen Fans der einzelnen Bands einlassen müssen. Die bekannten Songs erscheinen durch die neuen Arrangements in einem völlig anderen Gewand, und auch die unterschiedlichen Duette entfalten ihren Reiz erst mit der Zeit. Ich bin gespannt auf neue, gemeinsame Texte der Bandmitglieder.“
Genau das scheint die Stärke von ALLES SCHWARZ zu sein: Das Projekt will Gewohntes aufbrechen und neue Perspektiven eröffnen.
DUCTAPE (TUR)
Als Ductape die Bühne betreten, wird sofort klar, warum sie längst kein Geheimtipp mehr sind. Sobald Çağla ihren Blick über das Publikum schweifen lässt, huscht mir unweigerlich ein Grinsen übers Gesicht. Und wenn sie in ihrem schwarzen Chiffon-Umhang über die Bühne fegt wie eine Fledermaus durch die Nacht, bin ich endgültig verloren.
Das Duo aus Istanbul verbindet die Kälte klassischer Dark-Wave-Ästhetik mit einer emotionalen Intensität, die unmittelbar unter die Haut geht. Besonders Çağlas Stimme besitzt eine magnetische Anziehungskraft. Stets eindringlich trägt sie die Songs durch die Dunkelheit und zieht das Publikum unaufhaltsam mit sich.
Trotz aller Dynamik und Melancholie wirkt nichts künstlich oder aufgesetzt. Jede Bewegung, jede Zeile und jeder Ton scheinen aus tiefster Überzeugung zu kommen. Ich liebe diese Band einfach.
Umso schöner war es, die beiden bereits vor ihrem Auftritt zu treffen. Dabei bekam ich sogar einen kleinen Vorgeschmack auf ihr neues Album, das im September erscheinen wird. Die Vorfreude darauf ist inzwischen kaum noch auszuhalten. Zweimal habe ich bereits hineinhören dürfen, und schon dabei fiel es mir schwer, ruhig sitzen zu bleiben. Das Album hält einige überraschende Momente bereit.
Und als wäre das nicht genug, hüpfte später noch ein Album in meine Sarg-Tasche, das mir bislang noch gefehlt hatte.
YEARS OF DENIAL (FR/CZ)
Und dann saßen plötzlich Years Of Denial mit am Tisch, an dem ich zuvor noch mit Ductape ins Gespräch vertieft war.
Um 00:30 Uhr begann sich die Nacht zu verdichten: Nebelschwaden, pulsierende Hektik und hypnotische Beats verschmolzen zu einer düsteren Messe der Bewegung. Years Of Denial verstehen es meisterhaft, die unterschiedlichen Strömungen von Post-Punk, EBM, Industrial, New Beat und Rave-Kultur zu einem mächtigen Klangkörper zu vereinen.
Barkosina Hanusova besitzt dabei eine enorme Anziehungskraft. Zwischen Performancekunst, Provokation und Verführung kokettiert sie mit dem Publikum, nimmt die Bühne vollständig ein und fasziniert zugleich durch eine beinahe einschüchternde Präsenz. Jeder Blick sitzt, jede Bewegung scheint Teil eines größeren Rituals zu sein. Währenddessen zerlegt und erschafft Jérôme Tcherneyan an seinen Maschinen Klangwelten voller Druck, Kälte und fauchender Dynamik.
Die berüchtigte „Suicide Disco“ entfaltet ihre volle Wirkung. Stillstehen wird zur Unmöglichkeit. Wo am Nachmittag noch Gespräche geführt und neben dem Lebensmittelzelt Fotos gemacht wurden, übernimmt nun die Musik die Kontrolle über meine Glieder. Kalte Synthesizer, druckvolle Beats und markante Vocals schaffen einen Strudel, dem man sich nur schwer entziehen kann. Years Of Denial besitzen einen unverwechselbaren Charakter und eine Präsenz, die unmittelbar unter die Haut geht.
Während ich vor der Absperrung tanzte, wuchs das Gefühl, Teil einer nächtlichen Zeremonie zu sein – irgendwo zwischen Kellerclub, brachialem Synth, Industrial-Rausch und Post-Punk-Fiebertraum.
Im November erscheint mit „Suicide Disco Vol. 3“ das nächste Kapitel dieser düsteren Tanzflächenliturgie.
Und als hätte die Nacht noch ein kleines Geschenk für mich übriggehabt, konnte ich am Merchstand die letzte verfügbare Vinyl der EP „Love Cuts“ ergattern. Manchmal sind es genau diese kleinen Zufälle, die ein Festivalwochenende unvergesslich machen.
VILLANELLE (ES)
Jessica Bellomo und Carmilla Sioux verweben Wave, Italo, Electro und EBM zu einem pulsierenden Netz aus Spannung und Groove. Ihre Sets leben von überraschenden Wendungen und einer spürbaren Leidenschaft für analoge Klangästhetik.
Die von dem Veranstalter angekündigten „Hohepriesterinnen elektronischer Ekstase“ vermochten mich an diesem Abend jedoch nicht vollständig zu erreichen. Musikalisch war das Set solide, doch gerade in einem Live-Kontext fehlte mir etwas von jener Dynamik und Unmittelbarkeit, die ich bei elektronischen Acts besonders schätze.
Über weite Strecken wirkte Jessica Bellomo durch die Position ihres Synthesizer-Setups hinter dem Tisch räumlich vom Publikum getrennt. Dadurch entstand für mich stellenweise eher der Eindruck eines DJ-Sets als einer Live-Performance. Vielleicht hätte eine offenere Bühnenanordnung mehr Raum für Interaktion geschaffen und die durchaus vorhandene Energie der Songs direkter auf das Publikum übertragen können.
Während andere Besucher sichtlich Gefallen an den treibenden Rhythmen und den dunklen Klanglandschaften fanden, blieb ich persönlich auf Abstand und hopste zur Volkseigenen Besaufstation. Nicht jeder Funke springt über – und an diesem Nachmittag wollte er bei mir leider nicht ganz zünden.
WORLD, INTERRUPTED (PL)
Das Warschauer Duo lotet die dunkleren Bereiche menschlicher Emotionen aus und verbindet diese mit tanzbaren Rhythmen. Verträumt, beklemmend und zugleich mitreißend.
World, Interrupted waren für mich eine dieser Entdeckungen, die man von einem Festival mit nach Hause nimmt und noch Wochen später in Dauerschleife hört. Zwischen Melancholie und Aufbruchsstimmung entwickelte das Duo eine bemerkenswerte Sogwirkung, die sich erst leise anschleicht und dann nicht mehr loslässt.
Besonders die sirenenhafte Stimme der Sängerin Marta verlieh den Songs eine beinahe unwirkliche Schönheit. Fragil und kraftvoll zugleich schwebte sie über den elektronischen Klanglandschaften und zog mich immer tiefer hinein. Mit ihrem Gesang irgendwo zwischen Sirene, Traumgestalt und dunklem Nachtgesang wurde sie zum Zentrum dieses eindringlichen Auftritts.
Und da Marta in der 30. Schwangerschaftswoche auf der Bühne stand, darf man wohl festhalten: Dieses Kind wurde bereits vor seiner Geburt ordentlich im Dark Wave getauft. Oder um es mit einem Augenzwinkern zu sagen: „Dark Soul from the very Beginning.“
Was mich im Nachhinein allerdings wirklich ärgert: Ich habe keine CD mitgenommen. Manchmal merkt man erst auf dem Heimweg, dass man gerade eine Band entdeckt hat, die einen noch eine ganze Weile begleiten wird. Das werde ich allerdings nachholen.
TILLY ELECTRONICS (D)
Das Leben braucht mehr Lichtreflexe. Tilly Electronics liefern genau das – allerdings natürlich in Schwarzglitzer.
Ihr Glitter Dance Wave verbindet die Leichtigkeit der Achtziger mit moderner Clubenergie. Schweiß, Lachen und ausgelassene Tanzstimmung dominieren das Geschehen. Ein Auftritt, der beweist, dass die schwarze Szene nicht nur melancholisch, sondern auch herrlich lebensfroh sein kann.
Bereits um 14:15 Uhr eröffneten Tilly Electronics den Festivalnachmittag mit einem regelrechten Abriss. Wo andere erst langsam in den Tag finden, schalteten Anybody und Anyone direkt auf den Feiermodus um. Das Duo verwandelte den Entenfang vom ersten Ton an in eine glitzernde Tanzfläche voller Energie, Charme und Synthesizer-Euphorie.
Nicht umsonst wurden sie für mich zum heimlichen Opener des legendären Stella-Nomine-Rituals „Kaffee und Kuchen“ – jenem fast schon heiligen Moment des Samstages, auf den sich viele Besucher ebenso freuen wie auf die Bands. Als Tilly Electronics schließlich ihren Song „Kaffee und Katze“ spielten, wurde das Ritual standesgemäß und feierlich eröffnet.
Ja, Tilly Electronics waren die Meisterröstung mit Sahnehaube und die obligatorische Kirsche obendrauf. Als sich die große Stella-Nomine-Tafel füllte, schien die Musik des Duos den perfekten Soundtrack für dieses liebgewonnene Ritual zu liefern. Anybody und Anyone wurden zur Tafelband des Nachmittags. Neue Schwarze Gedeckkunst in ihrer wohl tanzbarsten Form. POW!
Nach dem Konzert traf ich Anybody noch für eine dicke Umarmung. Zu meiner großen Freude schenkte sie mir außerdem ihre aktuelle Platte.
Es sind genau diese Begegnungen, die den besonderen familiären Geist des Stella Nomine ausmachen und die noch lange nach dem letzten Ton in Erinnerung bleiben.
CORLYX
Zwischen Goth-Rock, Alt-Rock, Post-Punk und elektronischen Beats bewegen sich CORLYX mit beeindruckender Selbstverständlichkeit.
Diese Band formt aus ihren vielfältigen Einflüssen eine eigene Identität. Druckvoll, emotional und voller Energie präsentierten sie Material ihres aktuellen Schaffens und zeigten eindrucksvoll, warum ihr Stern international immer heller leuchtet.
CORLYX haben mich an diesem Abend schwer beeindruckt. Vor allem Frontfrau Caitlin Stokes besaß eine Ausstrahlung, der man sich nur schwer entziehen konnte. Irgendwo zwischen Batcave-Ikone, Vampirin und Rock-Star flatterte sie sich mit einer Selbstverständlichkeit über die Bühne, als wäre genau dies ihr natürliches Element.
Doch nicht nur Caitlin, die gesamte Band wirkte wie aus einem düsteren Rock’n’Roll-Fiebertraum entsprungen. CORLYX sahen nicht nur wie Rockstars aus – sie klangen auch so. Gitarren dominierten das Klangbild und trugen die Songs auf einem mitreißenden Flug durch ihr Klangbildnis.
Später ergab sich noch die Gelegenheit für ein gemeinsames Foto mit Caitlin. Dabei wurde schnell klar: Ihre Bühnenpräsenz endet keineswegs an der Bühnenkante. Diese Frau ist im wahrsten Sinne des Wortes eine beeindruckende Erscheinung.
NIGHT IN ATHENS
Manchmal fordert die Realität ihren Tribut.
Die nachgeholte Show von Night In Athens hätte den Abschluss meines persönlichen Festivalerlebnisses bilden sollen. Doch sinkende Temperaturen, ein schmerzender Rücken und längst durchgefrorene Hände zwangen mich schließlich zum Rückzug vom Entenfang. Der Körper hat gewonnen. Und auch das gehört zu Festivalrealitäten genauso dazu wie die Konzerte. (Zudem sehnten sich viele meiner Freunde nach Glühwein.)
Schade, denn das One-Woman-Projekt genießt vollkommen zurecht einen hervorragenden Ruf. So blieb mir dieses Mal nur die Musik aus dem Stream – was nie ganz dasselbe ist wie ein Konzert vor Ort. Hinzu kam die leise Enttäuschung, dass die CD „Wasted Reflections“ am Merchstand nicht erhältlich war.
Am Ende blieb mir nur die Gewissheit, dass man nicht jedes Kapitel einer langen Festivalnacht selbst erleben muss, um ihren Zauber zu verstehen. Manche Geschichten hört man eben erst beim nächsten Mal.
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Das Stella Nomine Festival 2026 war erneut eine Feier der Dunkelheit in ihrer schönsten Form. Zwischen drei Schritte vor und drei zurück entstand erneut genau das, was diese Szene seit Jahrzehnten zusammenhält: das Gefühl, angekommen zu sein.
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Und wo wunderbare Musik erklingt, findet sich mitunter auch das nervtötende Kaffeekränzchen direkt vor der Bühne wieder. Wer eigentlich abschweifen, träumen und versinken wollte, wurde so gelegentlich Zeuge ausufernder Gespräche über durchlebte Nächte und andere Abenteuer. Ein kleiner Makel, den vermutlich jeder kennt. *seufz*
Wie dem auch sei: Bis bald unter dem schwarzen Himmel des Stella Nomine – The Blackest One – *Juchuuu*
Das nächste Stelle Nomine Festival findet vom 12.-14.08.2027, gewohnt am Entenfang zu Torgau statt.

