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Basia Bulat, Kat Frankie, MØ, Tara Nome Doyle
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Unique Singles Various Diamonds

Basia Bulat, Kat Frankie, MØ, Tara Nome Doyle

Basia Bulat – The Garden

Nach Kollaborationen mit kleineren Kammerensembles wie z.B. dem Ottawa National Arts Centre Orchestra oder Symphony Nova Scotia, ist „The Garden“ ihre erste Aufnahme, die diese fesselnde Konstellation einfängt und ihre einzigartige Stimme und ihr zeitloses Songwriting noch besser zur Geltung bringt.

In den 16 Songs, die von ihr selbst und Mark Lawson (Arcade Fire, Beirut) produziert wurden, greift sie geliebte Originalversionen auf und haucht ihnen zusammen mit einer handverlesenen Gruppe von Streichern sowie ihren Bandkollegen Andrew Woods und Ben Whiteley (Gitarre bzw. Bass) neues Leben ein.

Basia Bulat sagt über das Album: „Im vergangenen Jahr habe ich mir erlaubt, langsamer zu werden, im Dreck zu wühlen, Wurzeln zu schlagen und zu schauen, welche Erinnerungen und Melodien nach vielen Jahren auf der Straße in meinem Garten wieder auftauchen. Als ich ‚The Garden‘ [2016] schrieb, befand ich mich in einem verzerrten Geisteszustand, und es nahm mich an die Hand und beruhigte mich. Wir werden nicht zurückblicken, und wenn wir es nicht tun, werden wir nicht verloren sein. Sie sagte mir, ich solle in den gegenwärtigen Moment atmen und in die Zukunft schauen, und während des vergangenen Jahres der Stille und des Nachdenkens erinnerte sie mich daran, dies wieder zu tun, wie eine Meditation“, erklärt Basia Bulat. „Gärten entwickeln und verändern sich und wachsen ständig. In meinem Garten kehren die Pflanzen zurück, manche zurückgeschnitten, manche überwuchert, aber sie sind nie genau dieselben wie im Jahr zuvor. Owens Arrangement für diesen Song zeigt all die Blüten und Dornen, die im Wind umherwehen – neue Triebe und alte Formen, die sich gegenseitig auf magische Weise bekannt machen. Ich fühle mich sehr glücklich, dieses Lied zu einer anderen Jahreszeit in Blüte zu bringen.“

Für Basia war „The Garden“ eine Möglichkeit, die Songs losgelöst von der ursprünglichen Bedeutung neu zu interpretieren: „I sing the songs differently now,“ sagt sie. „It’s the gift of time.“ Während der Aufnahmen von “The Garden“ hatte Bulat gerade erfahren, dass sie ihr erstes Kind erwartete, was sie ihren Mitstreiter:innen mitten in den Aufnahmen aus der Gesangskabine mitteilte. Ein Song kann seine Form verändern, neue Blätter und Blüten treiben, wenn das Leben unerwartete Jahreszeiten mit sich bringt.

Wissenswertes:

  • Basia Bulat hat erst 2020 ihr gefeiertes fünftes Studioalbum „Are You In Love?“ veröffentlicht und geht im Februar 2022 in Deutschland auf Tour:

Basia Bulat Live:

02.22 – Milla (München)
06.03.22 – Frannz (Berlin)
15.03.22 – Käkken (Hamburg)

Tickets: https://x-why-z.eu/basia-bulat-tickets-88.html

Wertvolle Links:

Titelfoto: Richmod Lam


 Kat Frankie – Shiny Things

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, in der Epoche der Romantik, begannen die Menschen damit, künstliche Ruinen zu errichten – zur Steigerung eines Gefühls von Einsamkeit und Erhabenheit, aber auch als eine Art Ausguck, der sich in die wilde Landschaft einfügen und ein Wohlempfinden in der Naturbetrachtung ermöglichen sollte. Kat Frankies neue Single „Shiny Things“ ist die musikalische Version solch einer künstlichen Ruine: Aufrecht steht das Stück über der Zeit, weiß von Damals und Morgen, lässt die Dinge zum Himmel fahren, blickt im nächsten Moment auf sie herunter. Kraftvolle, aufgeladene Bilder entstehen.

Mit der ersten Single ihres für 2022 angekündigten fünften Studioalbums hat die aus Sydney stammende Multi-Instrumentalistin eine klangliche Ästhetik herausgearbeitet, in der viel Pathos steckt. Opulent, ohne jemals zu viel zu sein, wird hier eine gekonnte Dramaturgie hörbar. In einer stimmgewaltigen, dicht orchestrierten Abhandlung über das untrennbare Verhältnis von Schönheit und Verfall, lässt die in Berlin lebende Künstlerin Lichtreflexionen von Flächen aufblitzen, die bereits Rost ansetzen, wendet sich feinsinnig den Augenblicken des Dazwischen zu, in denen sich Vergangenheit und Zukunft berühren. „Shiny Things“, musikalisch inspiriert vom Indierock der 1990er Jahre und in gefühlter Konsequenz ihrer Acappella-Arbeiten aus dem Jahre 2019 (EP „B O D I E S“), zeigt Kat Frankies musikalische Virtuosität und offenbart sie gleichsam als große Erzählerin. Oh lover / Sing it loud / We will only drown. In großen Gefühlen entsteht so ein ungemein kraftvolles Stück Gegenwart.

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Titelfoto: Elina Kechicheva


MØ – Brad Pitt & Goosebumps

MØ, geboren als Karen Marie Aagaard Ørsted Andersen, setzt sich hin und tat das, was sie am besten kann: Songs schreiben. Die Musik, die dabei entstand, überbrückte die Kluft zwischen ihren Jahren als Teenager Punk, der durch anarchistische Hausbesetzungen in ganz Europa tourte, und dem hellen Scandipop, für den sie bekannt geworden war, eine dunklere und persönlichere Version ihres Sounds.

Mit „Brad Pitt“ und „Goosebumps“ veröffentlichte sie zwei weitere Babies aus ihrem kommenden Album. Bisher hat sie zwei Songs des im Januar erscheinenden Album  „Motordrome“ veröffentlicht: „Kindness“, ein Liebesbrief an ihre Fans, und „Live To Survive“.

Über die beiden neuen Songs erzählt sie: „In beiden Liedern geht es auf ihre Weise darum, sich daran zu erinnern, wer man ist. Erinnere dich sich daran, dass du strahlen kannst. Erinnere dich daran, dass es eine Chance gibt, aus dem Gefängnis deines Verstandes auszubrechen. Deinen Körper aktiv aus der Schleife heraus und in die Welt hinein zu bewegen.“

Das Album „Motordrome“ ist MØs erstes Werk, seit des gefeierten Albums „Forever Neverland“ von 2018, mit dem sie erfolgreich durch die ganze Welt tourte. Mit ihrem monumentalen Debütalbum „No Mythologies To Follow“ (2014) und einem sehr prominenten Feature auf Major Lazers Hitsingle „Lean On“ – einer der erfolgreichsten Singles aller Zeiten – wurde ihre Karriere fast augenblicklich in die Stratosphäre geschossen. Als die Tournee nach „Forever Neverland“ 2019 zum Stillstand kam, fand sich MØ nach fünf Jahren on the road völlig ausgebrannt.

Sie kehrte nach Dänemark zurück, um sich neu zu kalibrieren und sich von der physischen und mentalen Erschöpfung zu erholen, die sie infolgedessen erlebte, aber es fiel ihr schwer, abzuschalten. Eine schwere Stimmbruchverletzung, die eine monatelange Reha erforderte, verschlimmerte ihre Angstzustände und das Gefühl, dass ihr die Dinge außer Kontrolle geraten.

Der Titel „Motordrome“ stammt aus einem Gespräch, das MØ mit ihrer Mutter über ihre Kämpfe mit der Angst führte: die Panik und die aufdringlichen Gedanken erinnerten sie an den dødstrome, einem alten Karnevalstrick, bei dem eine Stuntperson ein Motorrad mit todesmutiger Geschwindigkeit an den senkrechten Wänden eines Motordroms entlangfährt. Die Entstehung des Albums erwies sich für MØ als Ausweg aus dieser sich vertiefenden Spirale, obwohl das Album in hohem Maße ein Dokument einer Person in Entwicklung ist. Während es ein starkes Gefühl der Ermächtigung und der vor uns liegenden besseren Tage gibt, dient es auch als Erinnerung daran, dass jeder mit seinem eigenen dødstrome fertig werden muss. Dass es eben kein perfektes Heilmittel für die Kämpfe des Lebens gibt, und das ist in Ordnung.

„Ich hoffe, dass die Leute spüren, dass es echt ist und dass es Geschichten gibt, mit denen sie sich verbinden können. Für mich stellt dieses Album eine große Veränderung in meinem Leben dar. Auch wenn ich immer noch das tue, was ich liebe, fühlt es sich wie ein neues Kapitel an. Eine Ära meines Lebens ist vorbei und ich trete in eine neue ein. Das ist beängstigend, aber es ist befreiend.“

Wissenswertes:

  • „Motordrome“, das dritte Album des dänischen Superstars MØ, erscheint am 28. Januar

MØ LIVE – EU/UK

04.02.2022 – Parkteatret, Oslo (NO)

05.02.2022 – Debaser, Stockholm (SW)

08.02.2022 – NIEBO, Warsaw (PL)

09.02.2022 – Kesselhaus, Berlin (DE)

11.02.2022 – Le Trabendo, Paris (FR)

13.02.2022 – Orangerie – Botanique, Brussels (BE)

14.02.2022 – Melkweg Oz, Amsterdam (NL)

15.02.2022 – Heaven, London (UK)

Wertvolle Links:

Titelfoto: Fryd Freydendahl


Tara Nome Doyle – Snail I

Tara Nome Doyle ist eine 24-jährige Singer-Songwriterin mit norwegisch-irischen Wurzeln, die in Berlin lebt. Ihr zweiter Vorname, Nome, wird auf Norwegisch als „Nuhme“ und auf Englisch als „No-Me“ ausgesprochen.

Der Titel des neuen grandiosen Stücks wurde durch ihre Liebe zu Schnecken inspiriert. Auf ihrem Instagram Kanal schrieb sie: „Schnecken werden oft mit Faulheit und Ineffizienz assoziiert. Aber ihre unapologetische Langsamkeit hat mich schon immer fasziniert und mich in einen so verträumten Zustand versetzt.“

„Snail I“ ist lebendig, dynamisch, hoffnungsvoll und ätherisch, melancholisch und gleichzeitig erhebend – ein analog-elektronisches Hybrid, eine beeindruckende Weiterentwicklung von Doyles ausgefeiltem Songwriting. Das  Stück beginnt mit Klavier, Geigen und Taras markanter Stimme, klassisches Singer-Songwriter-Terrain, bevor ein pulsierendes, elektronisches Arrangement das Stück weiterentwickelt.

„Snail I“ handelt von meiner Erfahrung, eine Art von Liebe zu bekommen, von der ich nicht wusste, dass ich sie brauche. Eine langsame Art der Liebe, keine „Liebe auf den ersten Blick“ – sondern eine Liebe, auf die ich mich jeden Tag auf’s Neue vorsichtig weiter einlassen kann; eine Liebe, in der man sich gegenseitig geduldig beibringt, offen für eine neue, geteilte Lebenswahrnehmung zu sein.“, Tara Nome Doyle

Wissenswertes:

  • Im April 2018 erschien ihr erster Song „Down with You“, der seitdem mehr als vier Millionen Mal gestreamt wurde.
  • Im Januar 2020 erschien das Debütalbum „Alchemy“ („… als ob Kate Bush Lieder von Nick Cave im Berghain singt“, so der SPIEGEL)
  • Das neue Album „Værmin“ erscheint am 28.Januar 2022

Wertvoller Link:

Titelfoto: Sonja Stadelmaier

*** Wenn ich „zwischen Tür und Angel“ stehe, dann habe ich kaum Konzentration für neue Musik übrig und höre kurz rein. Doch bei diesem Song war ich vom ersten Klang an so gefesselt, dass ich Raum&Zeit verlor. Der Song fixierte meine Gedanken, was ich nicht mehr missen möchte. Wenn das kommende Album mich genauso auffängt, dann wird es ein Meisterstück! – Darauf wette ich!

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