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ZUSTRA ft. ANIQO & Joanna Gemma Auguri – Lullaby for Laing
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Unique Singles

ZUSTRA ft. ANIQO & Joanna Gemma Auguri – Lullaby for Laing

Wenn ZUSTRA Musik schmiedet, erschafft sie einen eigenen Kosmos, der fulminant, cineastisch und voller Bilder ist, die sofort ein inneres Kopfkino auslösen lassen. Ihr klug komponierter Art-Pop kann die Hörenden in kosmische Sphären heben und zugleich erden. Das gelingt dank ihres feines Gespürs für Klangmaterie, präzise gesetzte Spannungsbögen und vielschichtige Songstrukturen. So gleitet das Bewusstsein in einen beinahe transzendierenden Zustand, während der Körper ein schwebendes Wohlgefühl bewahrt.

Die neue Single „Lullaby for Laing“ – auf der sie Unterstützung von ANIQO und Joanna Gemma Auguri erhält – klingt so intim wie nie. Inspiriert von der Geschichte eines Freundes schrieb ZUSTRA den Song als Schlaflied für Erwachsene, die nachts von Sorgen wachgehalten werden. Ein Thema, das in einer Zeit, in der viele Menschen mit Angst, Erschöpfung und innerer Unruhe leben, eine besondere Resonanz erhält.

Und weil sich Beistand gemeinsam besser leisten lässt, hat ZUSTRA die Berliner Künstlerinnen ANIQO und Joanna Gemma Auguri für die Backing Vocals eingeladen. Eine stimmige Wahl, da der Sound der beiden Gast-Sängerinnen sich, ähnlich wie ZUSTRAs eigener, eher auf der dunklen Seite des Mondes bewegt. Wann hat man zuletzt die Kraft von Frauenstimmen so eindringlich und zugleich zart vertont gehört wie auf dieser Single? Es ist so schön, dass man vielleicht nicht einschlafen kann. Aber Trost vor der Welt findet man allemal – selbst wenn es nur in einem Song ist.

Wissenswertes

„Lullaby for Laing“ ist die dritte Single aus ZUSTRAs kommendem Album „I Am Water“, das noch in diesem Jahr erscheinen soll.

Bereits daraus veröffentlichte Singles mit dazugehörigen wunderbaren Videos:

  • This Must Be Underwater Love

ZUSTRAs Cover eines der größten Hits der 90er verbindet Trip-Hop-Beats wie ein sanftes Beben mit Einflüssen von Bossa Nova und Acid Jazz, gesprenkelt vom Tropfen, Gluckern und Pulsieren wie im Regenwald. Die portugiesischen Zeilen hat sie in ihre Muttersprache Kroatisch übersetzt – und klingt dabei sexy wie eine Nymphe.

  • I Am Water

Ein sechsminütiges Epos über Einsamkeit und zugleich unentrinnbare Verbundenheit mit der Welt – ein Gefühl, das viele angesichts der politischen Lage kennen. „Drink from me, there’s enough for everyone – is there enough for everyone?“ klingt wie der Soundtrack zum Klimawandel ebenso wie die vertonte Suche nach einem Platz unter Menschen. ZUSTRA singt mit ihrer Sirenen-Stimme aus der Perspektive von Wasser. Der Song beginnt als leises Kammerspiel zu dunklem Klavier, steigert sich mit Streichquartett in ein Liebesdrama und gipfelt ab der Hälfte in einem Arthouse-Actionfilm mit Drums, Synths und elektronischem Showdown.

  • Down with the World

Eine ungewohnt schwungvolle Seite von ZUSTRA: ein treibender, sonniger Pop-Song, der Gleichberechtigung und Machtkritik in einer einzigen Zeile verdichtet – „I want no seat at the table, I want all of us to sit on the ground!“ Getragen von Beats, Synths und mitreißenden Chören wird die Single zur tanzbaren Mini-Revolution. Im Musikvideo streift ZUSTRA durch Sarajevo, fährt Seilbahn, posiert auf einem Bagger und trägt eine goldene Uniform zwischen Freddie Mercury und Mozart.

Ariana Zustra ist nicht nur Musikerin, sondern auch in mehreren kulturellen und akademischen Feldern aktiv:

  • Journalistin und Preisträgerin des International Music Journalism Award des Reeperbahn Festivals
  • Schriftstellerin; ihr Buch „Tot oder lebendig“ war 2024 für den Deutschen Popliteraturpreis nominiert
  • Dozentin für Medienwissenschaft an den Universitäten Konstanz und Tübingen

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