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Premiere: Marliina – Moody
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Premieren

Premiere: Marliina – Moody

Seit ihrer frühen Jugend ist Marliina ein großer Fan der Band Evanescence. Im Interview erzählte sie: „Amy Lees Klavierspiel hat mich schon immer sehr fasziniert und ich wollte immer so schreiben und spielen können wie sie. Und das hört man denke ich auch sehr stark an meiner Klavierbegleitung! Mittlerweile kristallisiert sich bei mir aber auch ein eigener Stil heraus.“ Des Weiteren inspirieren sie bis heute Komponist:innen und Songwriter:nnen wie Lindsey Stirling und Agnes Obel, aber auch Chopin.

Die Multiinstrumentalistin erlernte in jungen Jahren Geige und Klavier zu spielen, zu dem sich das Gitarrenspiel hinzugesellte, bis sie in ihrer Jugend ihre große Leidenschaft für das Singen entdeckte.

„Musik war für mich schon immer der Spiegel zu einem anderen Ich.“ -Marliina

Jahrelang machte sie täglich nach der Schule Straßenmusik, um sich ihren Musikunterricht zu finanzieren und schaffte es, einen der begehrten Ausbildungsplätze an der Bfs Musik in Dinkelsbühl zu bekommen. Ihr Weg dorthin war mit viel Frustration und persönlichen Rückschlägen verbunden. Seit ihrer Jugend hatte sie ständig Entzündungen in ihren Armen, was sie an ihre körperlichen Grenzen trieb. Dennoch gab sie nicht auf. Die Jahre, in denen sie durch ihre Schmerzen weder musizieren noch zeichnen konnte, haben sie sehr geprägt. Ihr wurde mehr als einmal geraten, einfach etwas anderes zu machen. Doch Marliina ist eine Überlebenskriegerin, immer auf der Suche nach dem Licht am Horizont. Nach dem Motto „ganz oder gar nicht“ erschuf sie ihr eigenes Universum, indem jede:r einen Platz finden kann. „Es ist ein bisschen wie Seiltanzen. Ein Schritt nach dem anderen, mit Ruhe und Bedacht, aber vor allem mit Feuer.“ sagt Marliina.

Während ihrer Gesangsausbildung komponierte und schrieb Marliina Stücke und Songs, mit denen sie in eine fantasievolle Welt reist. Bestehend aus einem Meer aus Streichern und Sirenengesängen, mit dem sie die Zuhörer einlädt, ihr zu folgen: „Ich möchte meine Hörer zur Selbstliebe ermutigen. Sie sollen sich selbst treu bleiben.“

Zusammen mit ihrem Debüt-Album „From Another World“ und einem sphärischem Unterwassermusikvideo zu ihrer Ballade „Moody“, startet die mystische Reise durch Marliina’s bezaubernde Welt. Über das Album erzählt sie: „In dem Album habe ich meinen Weg verarbeitet, mit wunderschönen Momenten, allerdings auch mit Tiefpunkten.“

„Moody“

„Es war wohl die verrückteste Aktion, die ich in meinem Leben bisher unternommen hatte.“, strahlte Marliina. Zehn Stunden im Wasser, sechs davon Unterwasser. Gemeinsam mit vier Tauchern haben sie ein Klavier in einem Hallenbad versenkt, um ein neues Musikvideo zu ihrer Single „Moody“ zu verfilmen.

Wie sie auf diese Idee gekommen ist, dazu erzählte sie: „Ich konnte mal wieder nicht schlafen und bin deshalb mitten in der Nacht baden gegangen. Da ich es liebe meine Demos beim Spazierengehen anzuhören, dachte ich, vielleicht passt es ja auch hier zum Entspannen, und um im Kopf schon etwas weiterzuschreiben. Daher habe ich mein Handy neben mich gelegt und die Skizze zu Moody laufen lassen, die ich am Vormittag am Klavier aufgenommen hatte. Ich habe mich in einer Unterwasserwelt wiedergefunden. Der Text war damals noch nicht ganz fertig. Mich hat die Vorstellung einer Person nicht mehr losgelassen, die ihre vermeintlich große Liebe verlassen muss, weil sie sich als toxischer Alptraum entpuppte. Eine Mischung aus Zorn und Liebe, das waren die Grundemotionen mit denen ich begonnen habe an diesem Stück zu arbeiten.“

Stück für Stück zerfällt das Klavier, zudem spielt eine Violine auch eine Rolle. Ergänzend schwebt Marliina in dem Video, als würde sie zur Wolke 7 hinauf schweben. Sie wirkt sehr befreiend und klar in ihren Gedanken.  Marliina schrieb über die fließend schwebende Szene im Video: „Kennt ihr dieses Gefühl der Leere? Ich rede von keiner negativen Leere, es fühlt sich mehr so an, als würde man schweben. Wenn das was vor einem liegt noch ganz ungewiss ist, wenn alles um einen herum dunkel ist und man gar nicht so recht weiß, wo jetzt eigentlich oben und unten ist. Und trotzdem fühlt sich alles ganz klar an, obwohl man nicht weiß – bin ich nun wach, oder träume ich? Welche Welt wird vor mir auftauchen, wenn ich mich endlich traue an die Oberfläche zu schwimmen? Habe ich es selbst in der Hand, oder werde ich fremdbestimmt? Habe ich überhaupt die Wahl zu entscheiden, was ich dort oben sehen werde? Habe ich eine Wahl, wo ich aufwachen werde und wer ich bin?“

Das aufwändig produzierte Unterwasser Musikvideo hat sie selbst finanziert. Und nun schaut euch das kleine Meisterwerk an:


Wissenswertes:

  • Zusammen mit „Marliina’s Tribe“ knackt sie die ersten tausend Streams am Release Wochenende ihrer Single „Farewell“
  • Zusammen mit ihrer Community „Marliina’s Tribe“ erschafft sie sich ein eigenes Universum, bestehend aus Klaviermusik, verträumten Songs und gemeinschaftlichen Kunstausstellungen, letzteres ist auf ihrem Instagram Profil @marliinasmusic zu finden

Wertvolle Links:

Titelfoto: Marliina

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